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Sauerstoff-Ozon-Therapie

Was ist die Sauerstoff-Ozon-Therapie?

Bei der Sauerstoff- bzw. Ozontherapie handelt es sich um ein aufwendiges, aber effektives und sehr sicheres Verfahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen. Das Ozon gelangt nicht direkt in die Vene, sondern es werden dem Patienten zunächst ca. 100 bis 150 ml Blut über einen Infusionsschlauch in eine Fasche abgenommen. In einem speziell hierfür entwickelten Hochleistungsgenerator (zertifiziertes Medizinprodukt) erfolgt nun die Umwandlung von medizinisch reinem Sauerstoff in reaktionsfähiges Ozon (=3-wertiger Sauerstoff). Über eine Kolbenspritze wird das Ozon aus dem Generator in die Infusionsflasche mit dem Patientenblut gegeben und wird vermischt. Das reaktionsfähige Ozon gibt ein Molekül Sauerstoff an das Blut ab, was an der hellroten Verfärbung des Blutes in der Infusionsflasche erkennbar ist. Das so mit Sauerstoff angereicherte Blut wird dann über den schon liegenden Infusionsschlauch dem Patienten wieder zurückgeführt und verteilt sich in dessen gesamten Körper. Alle Gewebe werden so mit Sauerstoff überschwemmt. Diese Methode nennt sich große Eigenblutbehandlung. Durch die Reaktion des Sauerstoff mit den Blutbestandteilen, wie beispielsweise Fetten, roten Blutkörperchen und anderen entstehen neue Reaktionsprodukte, die unter anderem die Abgabe des Sauerstoffes an das Gewebe verbessert. Dadurch kommt es unter anderem zu einer Unterstützung der Leber bei der Entgiftung des Körpers. Die Blutfette (Cholesterin und Triglyeride) werden verstärkt abgebaut, schlecht durchblutete Regionen des Organismus z.B. bei arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine, aber auch des Innenohrs sowie des Gehirnes bei Schwindel und Tinnitus, werden wieder mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt. Weiterhin wird das Immunsystem bei der Infektabwehr unterstützt. Insgesamt wirkt die Sauerstoff-Ozon-Therapie stark vitalisierend sowie auch schmerz- und entzündungshemmend. Neben der großen Eigenblutbehandlung kann das Ozon, da es viele Arten von Bakterien, Viren und Pilzen abtötet und deren Neubildung verhindert, auch lokal bei schlecht heilenden Wunden oder offenen Beinen zur Begasung eingesetzt werden. Zur örtlichen Behandlung wie beispielsweise zur Spülung und Desinfektion des Mundraumes z.B. bei Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) oder des Magen-Darmtraktes kann ozonisiertes Wasser genutzt werden.